1957 hätte es im britischen Windscale, dem Vorläufer von Sellafield, beinahe einen GAU gegeben, der noch schlimmer als der von Tschernobyl (26.04.1986) hätte werden können. Ein Test war außer Kontrolle geraten, und der Reaktorkern hatte zu brennen begonnen. Keiner der Experten wusste, wie man so etwas löscht. Ein Versuch mit 25 Tonnen flüssigem Kohlendioxid, die zufällig gerade bereitstanden, hatte keinen Effekt. Schließlich griff man doch zu Wasser, obwohl man sich durchaus bewusst war, dass die Hitze eine Wasserstoffexplosion hätte hervorrufen können, die den Reaktor zufetzt und ganz Europa verstraht hätte. Doch neun Millionen Liter Wasser konnten den Brand schließlich besiegen. Wie viel radioaktive Strahlung freigesetzt wurde, weiß niemand, da der Unfall damals vertuscht wurde.